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Beschreibung der Arbeit des Restaurators an einem Kunstwerk |
Die Konsolidierung (Festigung): Es gibt zwei Arten, entweder lokal oder general. Je nach Zustand und Technik des Kunstobjekts wird dieses oft vor dem Transport oder zumindest vor der Reinigung gefestigt.
Die Reinigung: Sie ist die schwierigste und heikelste Etappe der Restaurierung und darf nur vom Fachmann ausgeführt werden! Unzählige Werke wurden durch unsachgemässe Reinigung unwiderruflich verpfuscht oder gar vernichtet!
 Das Bild ist in der Sammlung einer starken Raucherin. Die Verfärbung ist durch Ablagerung von Zigarettenrauch verursacht worden. Das Glätten der Leinwand: Oft sind die Leinwände von Gemälden durch Altern, ungleiche Spannung, unsachgemässe Handhabung, Lagerung, Löcher und Risse, Feuer- oder Wasserschäden, Verfaulen, Insekten, Tiere und andere Umwelteinflüsse, verbeult, verwellt, verformt, verzogen oder geschrumpft. Diese werden dann vom Spannrahmen abgenommen, in eine Feuchtigkeitskammer gelegt (ca. 3 Wochen) und anschliessend auf einem Unterdrucktisch langsam geglättet.
Die Dublierung: Dies ist eine Operation, welche, wenn irgendwie möglich, vermieden werden soll. Man benützt diese Technik nur, wenn das Bild einen grossen Riss oder eine grosse Fehlstelle (herausgefallenes Farbenstück) hat, oder die Leinwand derart geschwächt ist, dass sie nicht anders zu retten ist. Dabei benützt der moderne Restaurator eine neue Leinwand aus Polyester, da diese nicht auf Feuchtigkeitsschwankungen reagiert und ihre Alterungshalbwertszeit bei 50 Jahren -, während die der natürlichen Fasern bei 12 Jahren liegt. Um die Esthetik einer natürlichen Leinwand zu garantieren, wird die Polyesterleinwand durch eine natürliche dubliert. Die traditionellen "Flicken", die man im Falle eines Lochs oder Schnitts auf die Rückseite leimte, werden durch diskrete Fadenverschweissung ersetzt und sind somit nicht mehr auf der Oberfläche des Bildes sichtbar.
Die Marouflierung: Man nennt dies eine Dublierung von einem weichen Untergrund (z.B. Leinwand, Papier, Leder usw.) auf einen steifen bzw. rigiden Untergrund (Wand, Holz, Karton usw.). Diese Technik wird hauptsächlich für grosse Formate verwendet.
Das Füllen: Bevor man eine Fehlstelle retouchieren kann, muss diese gefüllt werden, d.h., die Oberfläche des Bildes darf keine Vertiefung aufweisen und muss die Oberflächenstruktur der Umgebung imitieren. Dabei verwendet man Kitte, die meistens auf Wasserbasis und reversibel sind. Unter besonderen Bedingungen, wie z.B. bei Fahnen, muss das Material flexibel sein. Ich benütze hier Elastomere.
Rückenschutz: Alle Gemälde auf Leinwand, die mein Atelier verlassen, haben einen Rückenschutz erhalten. Dies ist eine rückseitige Isolation des Bildes und schützt es vor Staub, Schmutz, Mauerbrösel, Insekten, Klimaschwankungen etc. und Transportschäden. Falls Signaturen oder andere Beschriftungen auf der Rückseite des Bildes sind. Ich verwende ich dafür durchsichtiges Material.
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